Fragen und Antworten - Strobile Energy

Fragen und Antworten

1. Welche Vorteile haben die Holzpellets im Vergleich zu anderen Brennstoffen?
          Die wichtigsten traditionellen Heizverfahren für die Heizung von Räumen schließen die Benutzung von Erdgas, Steinkohle, Brennholz, Heizöl ein. Die Verwendung der Heizpellets ist ein billigeres Heizverfahren für die Heizung von Räumen im Vergleich zur Benutzung des Erdgases. Der ersparte Umfang hängt von dem Land und der Region, dem Vorhandensein eines Gaszählers, dem Verbrauchsumfang, der Qualität und entsprechend dem Heizwert dieses oder jenes Brennstoffs sowie der Fläche des Raums ab. Im Unterschied zu hochwertigen Holzpellets hat die Benutzung der Steinkohle einen Mangel wie das Vorhandensein einer großen Abfallmenge – der Asche, die eine Neigung zur Selbstentflammung hat. Außerdem werden bei Verbrennung der Steinkohle giftige gesättigte und ungesättigte Kohlenwasserstoffe abgesondert sowie entsteht im großen Umfang Kohlenstoffoxid (CO), der die Atmosphäre verunreinigt und gesundheitsschädigend für die Menschen ist. Analog wird die Umwelt auch durch die Absonderung des Schwefels infolge der Verbrennung des Heizöls. Die Benutzung des Heizöls als einer Energiequelle steht im Zusammenhang mit beträchtlichen Mängeln, die mit dem komplizierten Vorbereitungsprozess des Heizöls zur unmittelbaren Benutzung verbunden sind: bei Umpumpen des Heizöls ist es notwendig, den Temperaturzustände einzuhalten, weil deren Verletzung mit einer Entflammung droht. Die Benutzung des Brennholzes ist verhältnismäßig ein billigeres Heizverfahren, hat aber eine ganze Reihe von Mängeln. Erstens hat das Brennholz eine hohe Feuchtigkeit – 30-50 % gegen 5-9 % bei Pellets, die leichter angezündet werden können. Zweitens enthalten hochwertige Holzpellets keine Baumrinde, und das Produkt hat eine niedrige Aschenwertzahl im Gegensatz zum Brennholz, wo die Aschenwertzahl und das Sandgehalt überhaupt nicht berücksichtigt werden. Schließlich ermöglichen es die Pellets im Vergleich zu dem Brennholz oder den Holzbriketts, den Raumtemperatur genau zu kontrollieren, indem die Beschickung des Kessels mit Pellets vermindert oder vergrößert wird, und somit den Brennstoff zu sparen und umsonst nicht zu benutzen. Der Thermostat des Kessels gibt eine Möglichkeit, dessen Beschickung mit dem Brennstoff zu mindern, wenn der Raum bis zur erforderlichen Temperatur beheizt worden ist.

2. Wie viel Pellets braucht man für die Beheizung eines Gebäudes mit Fläche von 200 m2?

Ungefähr 1,0-1,5 t Pellets monatlich. Jedoch ist dieser Kennwert sehr annähernd.
Der für die Beheizung des Wohnraums erforderliche Umfang von Pellets ist von folgenden Faktoren beeinflusst:
1) Koeffizient des Wärmeverlustes im Raum. In modernen Häusern beträgt dieser etwa 70 W/m2 pro Stunde;
2) Lufttemperatur und dementsprechend die Dauer der Heizperiode. Bei hohen Temperaturen werden weniger Pellets verbraucht und umgekehrt. Wollen wir uns für die Veranschaulichung vorstellen, dass wir die Pellets in einem kalten Wintermonat benutzen, das heißt innerhalb 30 Tagen;
3) Beheizungsdauer rund um die Uhr. Während der Herbstzeit können wir den Raum nur in kalten Nächten beheizen und während der Winterzeit schalten wir den zum Beispiel innerhalb 16 Stunden nicht ab. Für die Berechnungen gebrauchen wir den Koeffizient des Verhältnisses zwischen der Zeit, in der wir den Raum beheizen, und der Tages- und Nachtzeit: 16 / 24 = 0,67.
4) Wirkungsgrad des Kessels. Einige moderne Kesselmodelle deklarieren den Wirkungsgrad in Höhe von 100 %, realistischer ist aber der Wirkungsgrad von 85-90 %. Zwecks der Bequemlichkeit werden wird annehmen, das der Wirkungsgrad 90 % beträgt.
5) Der Heizwert von Pellets ist eine Kennziffer, mit der die Lieferanten von Pellets oft manipulieren. Leider ist diese Kennziffer ausschließlich selbständig während der Benutzung fester Brennstoffe zu ermitteln. Gewöhnlich schwankt sie innerhalb von 5,0-5,4 kW*Std./kg.

In einem Wintermonat werden wir bei Beheizung eines Gebäudes mit Fläche von 200 m2 folgende Wärmeverluste haben:

Somit wird die für die Beheizung erforderliche Menge von Pellets betragen:

        oder      

 3.Inwiefern wichtig ist die Qualität von Pellets?

            In Abhängigkeit von dem verletzten standardisierten Parameter führt die Benutzung der Pellets mit niedriger Qualität zur Senkung des Wirkungsgrades vom Kessel und zu dessen Verschmutzung wegen der Bildung von „Kuchen“ auf dem Rost. Es gibt etwa 20 Parameter für die Qualität von Pellets, unter denen die folgenden am wichtigsten sind: Aschenwertzahl, Feuchtigkeit, Heizwert und Sandgehalt. Der Feuchtigkeits- oder Wassergehaltparameter soll unter 10 % liegen. Wenn der Hersteller die Rohstoffe nicht ausreichend trocknet, verlieren die Pellets den Brenn- und Heizwert. Ebenfalls werden mehr Zeit und Energie für deren Anzünden verbraucht. Der Heizwert und die Aschenwertzahl der Pellets ist mit den Rohstoffen, die für die Herstellung der Pellets verbraucht werden, direkt verbunden. Wenn der Hersteller bei der Herstellung Baumrinde oder unvollständig abgerindetes Holz benutzt, wird die Aschenwertzahl von Pellets die standardisierten Normen um 0,5-0,7 % überschreiten und den Kessel in hohem Grade verschmutzen. Am gefährlichsten ist jedoch nicht die Aschenmenge, sondern die Aschenqualität. Die Asche soll samten, weich und in geringer Menge sein, in solchem Fall wird der Kessel lange funktionieren, und die Reinigung des Aschenfallraums ist verhältnismäßig seltener zu erfolgen. Im Falle, dass Rohstoffe Sand, Steine oder andere Fremdkörper enthalten, wird die Verbrennung der Pellets zur Bildung steiniger Kuchen führen, welche den Rost völlig verstopfen und den Kessel außer Funktion setzen. In solchem Fall werden die Reparaturarbeiten sehr teuer zu stehen kommen, und die Garantie wird die infolge der Benutzung minderwertiger Pellets entstandenen Kosten nicht decken.

4. Gibt es die Standardnormen für die Qualität der Pellets?
                Die Herstellung von Pellets ist oft mit der Wahl zwischen der Quantität und Qualität verbunden. Es ist sehr wichtig, dass der Hersteller der Erhöhung des Produktionsumfangs und der Realisierung halber die Kontrolle über Ausgangsrohstoffe, technologischen Prozess, chemische und mechanische Eigenschaften der Endprodukte nicht unberücksichtigt lässt. Erste Standardnormen für die Pellets sind in Deutschland (DIN 51731) und Österreich (ÖNORM 7135) entstanden und hatten keine unifizierten Kennwerte. Zum Beispiel enthielt die Standardnorm DIN keinen Abrasivitätskennwert und die ÖNORM 7135 hatte unterschiedliche Limite für die Qualitätsparameter. Später entstanden in den Ländern, in denen diese Art fester Biobrennstoffe verbreitet wurde, nationale Standardnormen für die Pellets – zum Beispiel in Schweden SS 187120, in Großbritannien – BSI, in Holland – NTA. In 2010 hat die Europäische Assoziation für Biomasse das ENplus-System auf Basis der Standardnorm EN 14961-2 zwecks der Ersetzung aller nationalen Standardnormen in Europa und der Einführung einer einheitlichen unifizierten Standardnorm. Die Hersteller haben die Bestätigung der Übereinstimmung mit dieser Standardnorm ausschließlich im Wege eines externen Audits bei den im Europäischen Pelletverband offiziell akkreditierten Labors einzuholen. Heute genießt diese Standardnorm (EN 14961-2) unserer Meinung nach die größte Autorität.

5. Auf welche Weise können hochwertige Pellets gewählt werden?

           Heute gibt es eine ganze Reihe von Manipulationsmethoden in Bezug auf die Kennwerte der Pelletqualität. In unserer Praktik haben wir folgende getroffen: Nichtübereinstimmung der in der technischen Karte angegebenen Kennwerte mit den realen Kennwerten, unverhohlener Betrug bezüglich des Rohstoffursprungs oder nicht sanktionierte Benutzung der europäischen Qualitätszeichen. Die Pelletqualität kann auch im Wege einer einfachen visuellen Besichtigung nicht festgestellt werden. Oft meinen die Menschen fehlerhaft, dass die Farbe als das Qualitätsmerkmal gilt – je heller die Pellets sind, desto höher ist die Qualität. Aus diesem Grund fügen die Hersteller den Rohstoffen oft Zusätze hinzu, um das Produkt „aufzuhellen“. Herkunft und Zusammensetzung der Zusätze sind oft unverständlich, dies führt aber zweifellos zur Verschlechterung des Heizwertes und chemischer Eigenschaften des Endproduktes. Der vorherige Erhalt von Pelletmustern schafft auch einen freien Raum für die Manipulation: der Hersteller stellt ein hochwertiges Produkt als Muster zur Verfügung, was keine Übereinstimmung dieses Musters mit der in der Zukunft zu liefernden Warenpartie garantiert.
      Ungeachtet dessen besteht eine Reihe von Empfehlungen hinsichtlich der Auswahl von Pellets. Erstens ist es notwendig zu begreifen, das die Qualität durch keine Aufschrift an der Verpackung garantiert wird. Die Qualität ist ständig selbst zu prüfen oder man muss jene zu Rate ziehen, die das Produkt bereits erprobt haben. Als die beste Variante gilt der Versuch, 15-30 kg Produkt in eigener Verbrennungsanlage zu verbrennen und die Qualität zu bestimmen. Solche Produktmenge wird den Kessel bei niedriger Qualität des Brennstoffs nicht beschädigen, sondern die Möglichkeit geben, das Produkt selbst zu bewerten. Zweitens ist das Produkt visuell zu beurteilen: die Pelletfarbe hängt von der Baumart ab (von weißer bei Tanne über rosarote bei Nadelbäumen und goldfarbige bei Buche bis hin zu dunklerer bei Eiche und Kastanienbaum). Zweifellos sprechen oft die schwarzen Pellets von die darin vorhandene Rinde. Drittens sollten die Holzpellets nach Holz riechen. Die Benutzung des chemisch bearbeiteten Holzes oder der Zusätze entfernen den Holzgeruch. Und schließlich viertens lohnt es sich, mit Herstellern und Lieferanten, die ihren guten Ruf schätzen und eigene Handelsmarke besitzen, die für die Produktqualität spricht, zu tun zu haben.